Wustrow | Vereinigung der Kapitäne und Schiffsführer des Fischlandes

Fortsetzung

  1. Das Tonnenreiten. Schmucke Bauernburschen ritten auf schön geschmückten Pferden durch den Ort hin zu einer Stelle, wo zwischen zwei Bäumen eine große Tonne aufgehängt war. Die Burschen trugen in ihren Händen hölzerne Stäbe und stießen und schlugen dann solange auf die Tonne, bis sie gänzlich zertrümmert war. Wer nun die letzte Daube oder Stäbe der Tonne herunterschlug, wurde zum Dauben oder Stäbenkönig und wer den letzten Rest der Tonne herunterschlug, wurde zum Tonnenkönig gefeiert und es wurde ihm königliche Ehren erwiesen, indem er feierlich durch Wustrow geleitet wurde. Diese Vorführung hat einen historischen Hintergrund. Nach einem verlorenen Krieg mußten die Bewohner Wustrows und des sogen. Fischlandes mehrere Tonnen Fische als Kriegstribut an die Schweden abliefern. Dies geschah natürlich sehr ungern. Die Bewohner des Fischlandes protestierten gegen diese Fischlieferung lange Zeit vergebens. Endlich hörte man doch auf ihren Protest und es kam gerade, als sie mit den Tonnen Fischen auf dem Weg nach Schweden waren, die freudige Nachricht, daß ihnen der Tribut erlassen sei. Voll Freude kehrten sie zurück, hängten die Tonne Fische zwei Bäumen auf und schlugen solange auf die Tonne, bis sie gänzlich zerstört war. Mit den Fischen düngten sie alsdann ihre Felder.

  2. Eine 2. interessante Vorführung war die Rettung Schiffbrüchiger aus Seenot mit Rettungsboot vom sinkenden Schiff mit Raketenapparat.

    Außer diesen Vorführungen wurde noch Preisschießen und ein Trachtenzug veranstaltet.

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